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Senso-Tec

Sensomotorische Einlagen?

Was sind sensomotorische/propriozeptive Einlagen? Wofür oder gegen was braucht man sie? Nun im folgenden werden wir Ihnen einen kurzen Einblick in das Reich der sensomotorischen Einlagen geben.
In den letzten Jahren gab es zunehmend Überlegungen nicht die klassischen Lösungsansätze für Einlagenversorgungen zu beschreiten, sondern neue Einlagenkonzepte, die aktiv korrigieren und stabilisieren, zu entwickeln.
Im Gegensatz zur klassischen Versorgung spielen hier nicht nur statische und biodynamische
Einflüssse eine Rolle, sondern es werden auch verstärkt Kenntnisse der Physiologie und Anatomie benötigt. Bei sensomotorischen Einlagen wird versucht durch Spots/Punkte gezielt Muskelgruppen/Muskelketten zu aktivieren oder zu bremsen, um (Fuß-)Fehlstellungen, Fehlstatiken und Gangbildstörungen (z.B. bei Kindern) zu beheben bzw. zu verbessern.
Dazu wird immer ein Gangbild des Patienten erstellt und untersucht.
Dieses Gangbild wird in Schwungphase, Auftrittphase und Standphase gegliedert, wobei in jeder einzelnen Phase untersucht wird, welche Muskelgruppe hyperton oder hypoton ist. Beispielsweise hat ein Knickfuß in der Auftritt-/Standphase einen hypotonen (frei:schwachen) musculus tibialis posterior. Dieser Muskel kann durch einen Spot (Anhebung auf der Einlage) gezielt aktiviert werden, da dem Muskel durch eine Verkürzung der Strecke zwischen Ursprung und Ansatz eine geringere Vorspannung vorgetäuscht wird und er sich deshalb aufgrund der propriozeptiven Sensoren im Muskelbauch stärker kontrahiert. Gleichzeitig wird über einen lateralen Spot die Peronäusgruppe aktiviert, wodurch sich eine Art Steigbügel, bestehend aus
m. tibealis posterior und m. peronäus longus, bildet.
Man könnte hier Seitenweise über verschiedene Spots der sensomotorischen Einlage für diverse Fehlstellungen reden.
Aber Ziel ist: Die sensomotorische Einlage kann man als eine Art neue Software sehen.
Denn durch die Einlage wird versucht, dass sich der Körper ein neues physiologisches Bewegungsmuster antrainiert. Dazu muß der Körper die Bewegung tausendfach wiederholen, um sie sich einzuprägen, abzuspeichern und zu automatisieren.
Das Zusammenspiel aus Gas, Kupplung und Bremse beim Autofahren musste ja auch anfangs tausendfach wiederholt und geübt werden, bis der Körper diese Bewegungen förmlich „wie im Schlaf“ beherrscht.
Des weiteren werden durch die sensomotorische Einlage Gangbildstörungen, Muskelkoordination, Feinmotorik und Wahrnehmung verbessert(spez. bei Kindern mit ICP).
Nun für welche „Füße“ kann diese sensomotorische Einlage verwendet werden?


Einfach gesagt eigentlich für alle, aber herauszuheben sind:

Angeborene oder erworbene Knick-, Senk-, Spitz-, Sichel-, Klumpfüße, Kinder mit ICP, Hallux-Valgus, Patienten mit ICP(spez. Kinder mit Zehenspitzgang), Apoplex, Rückenschmerzen, Fersensporn, Achillessehnenbeschwerden, Sportler wie Läufer, Fußballer, Golfer etc.
Sie sehen es gibt eine große Bandbreite zu Anwendung dieses neuen Einlagenkonzeptes der sensomotorischen Einlage.

OSM Helmut Wurzlbauer, Master orthopedic Shoe

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